Rasante Fortschritte in der Medizin ermöglichen eine effektive individuelle Vorsorge. Die Krebsvorsorge beinhaltet nicht nur den sogenannten Zellabstrich aus dem Muttermund sondern auch die Früherkennung des Brustkrebses.
Gutartige Zellveränderungen gehen dem Gebärmutterhalskrebs voraus. Diese biologische Eigenschaft ermöglicht eine frühzeitige erfolgreiche Erkennung Prävention.
Papillomaviren gelten als wesentlicher Risikofaktor für den Gebärmutterhalskrebs. Übertragung häufig durch Sex. Zusätzliche Risiken: Rauchen, wechselnde Sexualpartner, früher Geschlechtsverkehr. Leichte, mittelschwere oder schwere, noch gutartige Zellveränderungen gehen dem Carzinom voraus.
| I+II | unauffälliger Normalbefund |
| III+IIID | kontrollbedürftig |
| IV a/b+V | feingewebliche Untersuchung, Gewebeprobe |
Bei der Abstrichentnahme wird der Muttermund mit einer Lupe (Kolposkop) 8-12-20 fach vergrößert betrachtet. Schon hier können eventuelle Veränderungen erkannt werden, um gezielt einen Zellabstrich vom Muttermund aus dem Gebärmutterhalskanal schmerzfrei zu entnehmen.
„Durch regelmäßige, jährliche Untersuchungen mit Ultraschall und Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut kann diese Erkrankung früh erkannt werden und ist dann heilbar.“
Sinnvollerweise sollte diese Untersuchung der Gebärmutter mit dem jährlichen Zellabstrich vom Muttermund verbunden werden. Mit der Vaginalsonde wird eine Ultraschalluntersuchung (ohne Strahlen) von der Gebärmutter und der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt. Die Schleimhaut soll zur Gebärmutter scharf abgegrenzt sein und eine bestimmte Dicke in mm nicht überschreiten.
Sicherheitshalber kann schon bei geringen Abweichungen eine Schleimhautentnahme durchgeführt werden und eine feingewebliche Diagnose Sicherheit bringen. So kann schon im Frühstadium ein Gebärmutterschleimhaut –Carzinom heilbar sein.
Mit der molekularbiologischen Diagnostik zur individuellen Risikoermittlung hormonabhängiger Tumoren ist die Bestimmung Ihrer persönlichen Genveränderungen von unschätzbarem Wert.
Wegen der fehlenden Frühsymptome ist eine regelmäßige ärztliche Untersuchung mit Ultraschall sehr sinnvoll.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit einer Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke lassen schon frühzeitig Veränderungen erkennen.
Bei der Vaginalsonographie wird von der Scheide schmerzfrei und ohne Strahlen eine Sonde eingeführt mit der die Eierstöcke im Schnittbild dargestellt werden können. Hierbei wird auf die Größe und Binnenstruktur der Eierstöcke geachtet. Bei Veränderungen, die einer weiteren Abklärung bedürfen, kann durch eine minimale invasive Methode (Bauchspiegelung) Gewebe von den Eierstöcken entnommen werden.
In der Geschlechtsreife produzieren die Eierstöcke alle 28 Tage ein Eiblässchen und geben es durch den Eisprung/Ovulation zur Befruchtung frei.
Diese Regulation unterliegt einer hormonellen Steuerung. Der Eierstock produziert auch Hormone. Die Besonderheit: Der Eierstock besteht aus 3 Keimblättern des Menschen und kann damit auch alle Besonderheiten produzieren, z.B. funktionierendes Schilddrüsengewebe, Haut, Haare. Nägel etc., aber auch auf vielfältige Weise entarten.
Im Blut kann bei 80% der Frauen mit einem Ovarial- Carzinom der charakteristische Tumor-Marker CA 125 nachgewiesen werden.
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart mit Todesfolge.
Brustkrebs lässt sich kaum verhindern, jedoch früh erkennen. Möglichst millimeterklein, dann ist er noch heilbar.
Zusätzlich zu der eigenen regelmäßigen Tastuntersuchung sollte jährlich eine ärztliche Untersuchung der Brust dazugehören.
Je nach Ihrem individuellen Drüsentyp ist es sinnvoll, die Untersuchung mit Ultraschall und/oder einer Mammographie zu ergänzen.
Das Brustgewebe unterliegt zyklischen Veränderungen durch die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen. Bei gestörtem Gleichgewicht dieser Hormone im Brustgewebe kann es zu Brustschwellung, -spannung und – schmerzen kommen.
Übernormal hohe Östrogenspiegel scheinen auch für die Carzinomentstehung eine Rolle zu spielen. Als Ursache kommt der Ernährung eine große Bedeutung zu, z.B. ist Brustkrebs in Asien 5x seltener. Nehmen Sie Phytoöstrogen (pflanzlichen Hormone) mit Ihrer Nahrung auf.
Das Risiko für Brustkrebs ist eng mit dem Östrogenstoffwechsel verbunden. Dies ist wissenschaftlich belegt und kann als individuelle Erbinformation auf einem Gen-Chip „gelesen“ werden. Eine Veränderung z.B. im Cytochrom P450 verneunfacht das Risiko für Brustkrebs.
Die Kenntnis dieser polymorphen genetischen Veränderungen mit gynäkologischer Relevanz ist für betroffene Frauen von unschätzbarem Wert.
80% der Frauen entdecken den Knoten selbst. Ein Knoten ist mit 15-20 mm tastbar. Regelmäßige Selbstuntersuchungen in Kombination mit zusätzlichen bildgebenden Verfahren halbieren die Tumorgröße auf durchschnittlich 6-8 mm.
1x monatlich sollten Sie selbst Ihre Brust untersuchen und zur Tastuntersuchung auch Ihre Brust im Spiegel betrachten. Achten Sie auf Veränderungen
Eine einmal monatlich, einige Tage nach der Blutung durchgeführte Tastuntersuchung trägt erheblich zur frühen Entdeckung einer Brusterkrankung bei und erhöht somit die Heilchancen. Tastbare Knoten sind meist gutartig und kommen bei fast jeder 2. Frau mittleren Alters vor. Sie bedürfen jedoch immer der Abklärung.
Diese Untersuchung ist strahlenfrei und schmerzlos. Bei dichtem Drüsengewebe und während der Geschlechtsreife liefert die Sonographie wichtige Informationen über die Beschaffenheit der Haut, Unterhautfettgewebe mit Bändern und Drüsengewebe mit Milchgängen. Die Achselhöhle wird auf vergrößerte Lymphknoten untersucht.
Sehr zuverlässige Methode vor der Menopause.
1-2 Summenbilder. Nachweis von nicht tastbaren Herden. Vorteilhaft bei geringer Drüsendichte, meist im höheren Alter. Erkennt gut Mikrokalk als Frühzeichen von Bösartigkeit.
Empfohlene Untersuchungsintervalle:
Arbeitet mit elektromagnetischen Wellen, es entsteht keine Strahlenbelastung.
Erkennt Tumore von 3-4 mm Größe, jedoch nicht alle Tumorarten. MRT ist deshalb keine Routinemethode. Empfohlen bei Patienten mit Narben nach OP, Bestrahlung und Prothesen.