Krebsvorsorge

Rasante Fortschritte in der Medizin ermöglichen eine effektive individuelle Vorsorge. Die Krebsvorsorge beinhaltet nicht nur den sogenannten Zellabstrich aus dem Muttermund, sondern auch die Früherkennung des Brustkrebses.

 

  • Gebärmutterhals
  • Gebärmutterschleimhaut
  • Eierstock
  • Brust

Gutartige Zellveränderungen gehen dem Gebärmutterhalskrebs voraus. Diese biologische Eigenschaft ermöglicht eine frühzeitige erfolgreiche Prävention.

 

Was kann ich zur Krebsvorsorge tun?

  • alle 6-12 Monate eine Abstrichuntersuchung vom Muttermund durchführen lassen, auch in jüngeren Jahren
  • Achten Sie auf Blutungen, auch nach dem Geschlechtsverkehr
  • Kondome können vor Virusübertragungen schützen
  • Virustest zur Erkennung des individuellen Risikos mit HP-Vieren

 

Papillomaviren gelten als wesentlicher Risikofaktor für den Gebärmutterhalskrebs. Häufig werden diese beim Geschlechtsverkehr übertragen. Zusätzliche Risiken sind: Rauchen, wechselnde Sexualpartner und früher Geschlechtsverkehr. Leichte, mittelschwere oder schwere, noch gutartige Zellveränderungen gehen dem Karzinom voraus.

 

Die Einteilung der Zelldiagnose:

I+II unauffälliger Normalbefund
III+IIID Kontrollbedürftig
IV a/b+V feingewebliche Untersuchung, Gewebeprobe

 

Was wird untersucht?

Beim Abstrich wird der Muttermund mit einer Lupe vergrößert betrachtet. Schon hier können eventuelle Veränderungen erkannt werden, um gezielt und Schmerzfrei einen Zellabstrich vom Muttermund aus dem Gebärmutterhalskanal zu entnehmen.

Durch regelmäßige, jährliche Untersuchungen mit Ultraschall und Beurteilung der Gebärmutterschleimhaut kann diese Erkrankung früh erkannt werden und ist dann gut heilbar.

 

Was kann ich selbst tun?

  • Achten Sie sorgfältig auf das Frühzeichen einer untypischen Blutung; in der Menopause auf das Auftreten einer erneuten Blutung.
  • Vermeiden Sie Übergewicht.

 

Was wird untersucht?

Sinnvollerweise sollte diese Untersuchung der Gebärmutter mit dem jährlichen Zellabstrich vom Muttermund verbunden werden. Mit der Vaginalsonde wird eine Ultraschalluntersuchung (ohne Strahlen) von der Gebärmutter und der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt. Die Schleimhaut sollte zur Gebärmutter scharf abgegrenzt sein und eine bestimmte Dicke in mm nicht überschreiten.

 

Sicherheitshalber kann schon bei geringen Abweichungen eine Schleimhautentnahme durchgeführt werden. Im Anschluss kann eine feingewebliche Diagnose Sicherheit bringen. Wird ein Gebärmutterschleimhaut-Karzinom bereits im Frühstadium erkannt, kann es gut heilbar sein.

 

Mit der molekularbiologischen Diagnostik zur individuellen Risikoermittlung hormonabhängiger Tumoren ist die Bestimmung Ihrer persönlichen Genveränderungen von unschätzbarem Wert.

Wegen der fehlenden Frühsymptome ist eine regelmäßige ärztliche Untersuchung mit Ultraschall sehr sinnvoll.

 

Was kann ich selbst tun?

Nehmen Sie regelmäßig die Termine zu den Vorsorgeuntersuchungen wahr. Mit einer Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke lassen sich schon frühzeitig Veränderungen erkennen.

 

Was wird untersucht?

Bei der Vaginalsonographie wird von der Scheide schmerzfrei und ohne Strahlenbelastung eine Sonde eingeführt mit der die Eierstöcke im Schnittbild dargestellt werden können. Hierbei wird auf die Größe und Binnenstruktur der Eierstöcke geachtet. Bei Veränderungen, die einer weiteren Abklärung bedürfen, kann durch eine minimalinvasive Methode (Bauchspiegelung) Gewebe von den Eierstöcken entnommen werden.

 

In der Geschlechtsreife produzieren die Eierstöcke alle 28 Tage ein Eiblässchen und geben es durch den Eisprung/Ovulation zur Befruchtung frei.

 

Diese Regulation unterliegt einer hormonellen Steuerung. Der Eierstock produziert auch Hormone. Die Besonderheit: Der Eierstock besteht aus 3 Keimblättern des Menschen und kann damit auch alle Besonderheiten produzieren, z.B. funktionierendes Schilddrüsengewebe, Haut, Haare. Nägel etc., aber auch auf vielfältige Weise entarten.

 

Im Blut kann bei 80% der Frauen mit einem Ovarial-Karzinom der charakteristische Tumor-Marker CA 125 nachgewiesen werden.

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart mit Todesfolge. Durch Brustkrebsfrüherkennung kann man das Risiko deutlich senken.

 

  • häufigste Krebserkrankung der Frau in jeder Altersstufe
  • 5% davon sind erblich veranlagt
  • Alter 35-70 Jahre
  • 43.000 Neuerkrankungen jährlich

 

Brustkrebs lässt sich kaum verhindern, jedoch früh erkennen. Möglichst millimeterklein, dann ist er noch gut heilbar.

 

Was kann ich selbst tun?

Zusätzlich zu der eigenen regelmäßigen Tastuntersuchung sollte jährlich eine ärztliche Untersuchung der Brust erfolgen.

 

Je nach Ihrem individuellen Drüsentyp ist es sinnvoll, die Untersuchung mit Ultraschall und/oder einer Mammographie zu ergänzen.

 

Das Brustgewebe unterliegt zyklischen Veränderungen durch die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen. Bei gestörtem Gleichgewicht dieser Hormone im Brustgewebe kann es zu Brustschwellung, -spannung und –schmerzen kommen.

 

Übernormal hohe Östrogenspiegel scheinen auch für die Karzinomentstehung eine Rolle zu spielen. Als Ursache kommt der Ernährung eine große Bedeutung zu, z.B. ist Brustkrebs in Asien 5x seltener. Hilfreich ist daher, wenn Sie pflanzliche Hormone (Phytoöstrogen) mit Ihrer Nahrung aufnehmen.

 

Genetik

Das Risiko für Brustkrebs ist eng mit dem Östrogenstoffwechsel verbunden. Dies ist wissenschaftlich belegt und kann als individuelle Erbinformation auf einem Gen-Chip "gelesen" werden. Eine Veränderung z.B. im Cytochrom P450 verneunfacht das Risiko für Brustkrebs.

 

Die Kenntnis dieser vielgestaltigen genetischen Veränderungen mit gynäkologischer Bedeutung ist für betroffene Frauen von unschätzbarem Wert.

 

80% der Frauen entdecken den Knoten selbst. Ein Knoten mit 15-20 mm ist tastbar. Mit bildgebenden Verfahren lassen sich kleinere Tumoren bereits frühzeitig feststellen.

 

Sehen – Inspektion

Ein Mal im Monat sollten Sie selbst Ihre Brust untersuchen und zur Tastuntersuchung auch Ihre Brust im Spiegel betrachten. Achten Sie auf Veränderungen

  • im Umfang
  • der Form
  • des Aussehens der Haut
  • der Brustwarzen
  • von Falten, Verwölbungen, Hauteinziehungen
  • Flüssigkeit aus der Brustwarze

 

Tasten – Palpation

Eine monatliche Tastuntersuchung, die einige Tage nach der Blutung durchgeführt wird, trägt erheblich zur frühen Entdeckung einer Brusterkrankung bei und erhöht somit die Heilungschancen. Tastbare Knoten sind meist gutartig und kommen bei fast jeder 2. Frau mittleren Alters vor. Sie bedürfen jedoch immer der Abklärung.

 

Ultraschall – anatomische Schnittbilder (Sonographie)

Diese Untersuchung ist strahlenfrei und schmerzlos. Bei dichtem Drüsengewebe und während der Geschlechtsreife liefert die Sonographie wichtige Informationen über die Beschaffenheit der Haut, Unterhautfettgewebe mit Bändern und Drüsengewebe mit Milchgängen. Die Achselhöhle wird auf vergrößerte Lymphknoten untersucht. Die Sonographie ist eine sehr zuverlässige Methode vor der Menopause.

 

Mammographie – Summenbilder

1-2 Summenbilder ermöglichen den Nachweis von nicht tastbaren Herden. Vorteilhaft bei geringer Drüsendichte, meist im höheren Alter. Die Mammographie erkennt gut Mikrokalk als Frühzeichen von Bösartigkeit.

 

Empfohlene Untersuchungsintervalle je nach Alter:

 

  • 40-49 Jahre: jährlich
  • 50-59 Jahre: alle 2 Jahre
  • 60-70 Jahre: alle 3 Jahre

 

MRT – Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie Arbeitet mit elektromagnetischen Wellen, es entsteht keine Strahlenbelastung.

 

Sie erkennt Tumore von 3-4 mm Größe, jedoch nicht alle Tumorarten. MRT ist deshalb keine Routinemethode. Sie wird bei Patienten mit Narben nach OP sowie Bestrahlung und bei Prothesen empfohlen.

 

Haben Sie Fragen? Ich bin für Sie da. Rufen Sie einfach an oder schicken Sie Ihre Frage per E-Mail. Ich werde sie schnellstmöglich beantworten.

Telefon Praxis

089 / 859 55 59

E-Mail Dr. Karasinski

kontakt@karasinski.de

Sprechzeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag8.00-12.00, 15.00-18.00
Mittwoch10.00-14.00, 15.30-19.30
Freitag OP-Tag, Termine nach Vereinbarung